BPtK 06. Juni 2014
Arbeitslosigkeit verschlechtert die psychische Gesundheit der Lebenspartner

Ergebnisse einer Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung

Arbeitslosigkeit erhöht das Risiko, psychisch zu erkranken. Dies gilt jedoch nicht nur für die Arbeitslosen selbst, sondern auch für ihre Lebenspartner. Der Verlust der Arbeit verschlechtert auch ihre psychische Gesundheit. Das Ausmaß der Verschlechterung ist sogar mit dem der arbeitslosen Lebenspartner vergleichbar. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Auswertung des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW). Die Gesundheitsexperten des DIW analysierten Daten des sozioökonomischen Panels. Untersucht wurden der Gesundheitszustand von Personen, die aufgrund von Betriebsschließungen arbeitslos geworden sind, und der ihrer Partner.

Die Studienergebnisse zeigen, dass zukünftig ein stärkerer Fokus auf die Konsequenzen von Arbeitslosigkeit für die psychische Gesundheit der Familienmitglieder gelegt werden muss. Die Kosten, die Arbeitslosigkeit im Gesundheitswesen verursacht, werden unterschätzt, wenn die Folgen für die Lebenspartner unberücksichtigt bleiben.

Das sozioökonomische Panel ist eine repräsentative Wiederholungsbefragung deutscher Privathaushalte. Im Rahmen dieser Längsschnittstudie werden seit 30 Jahren jährlich 30.000 Personen in 15.000 Haushalten in Deutschland zu Einkommen, Erwerbstätigkeit, Bildung, Gesundheit und Lebenszufriedenheit befragt.

Links:

DIW Wochenbericht Nr. 22/2014 vom 27. Mai 2014: Arbeitslosigkeit trifft auch den Partner

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