BPtK 05. Dezember 2014
Geringe Verdienste, aber Behandlungsverantwortung

BPtK-Befragung von Psychotherapeuten in Ausbildung

Die Hälfte der Psychotherapeuten in Ausbildung zum Psychologischen Psychotherapeuten verdient während ihrer einjährigen Praktischen Tätigkeit in psychiatrischen Krankenhäusern nur bis zu 500 Euro im Monat. Bei den Psychotherapeuten in Ausbildung zum Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten ist der Verdienst sogar noch geringer: Von ihnen erhält die Hälfte nur bis zu 160 Euro im Monat. Gleichzeitig geben über 90 Prozent bzw. knapp 80 Prozent der Psychotherapeuten in Ausbildung an, Einzel- oder Gruppentherapien durchzuführen. Das ergab eine Befragung der Bundespsychotherapeutenkammer (BPtK) von über 1.000 Psychotherapeuten in Ausbildung aus fast allen Bundesländern.

Nur 61 Prozent der Befragten in der Ausbildung zum Psychologischen Psychotherapeuten und 39 Prozent der Befragten in der Ausbildung zum Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten waren während ihrer Praktischen Tätigkeit im Krankenhaus sozialversichert. Nur 30 Prozent hatten eine Berufshaftpflichtversicherung, 40 Prozent war diese Versicherung sogar unbekannt.

Die Ergebnisse der BPtK-Befragung bestätigen die Ergebnisse anderer Umfragen: Status und Bezahlung von Psychotherapeuten in Ausbildung entsprechen in den Krankenhäusern denen eines Praktikanten, gleichzeitig übernehmen sie bereits verantwortungsvolle Behandlungen in den Kliniken.

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