BPtK 27. Mai 2013
Jede Stunde Psychotherapie spart Geld

Studie der TU Braunschweig zu Angststörungen und Depressionen

Durch eine psychotherapeutische Behandlung von Angststörungen lassen sich jährlich rund acht bis zwölf Milliarden Euro und durch die Behandlung von Depressionen ein bis zwei Milliarden Euro sparen. Dies hat die Technische Universität Braunschweig errechnet. „Je mehr Patienten erfolgreich behandelt werden, desto weniger Krankengeld muss ausgezahlt werden“, stellt Dr. Christoph Kröger, geschäftsführender Leiter der Psychotherapieambulanz der Technischen Universität Braunschweig fest. Es entständen auch weniger Ausfälle durch Arbeitsunfähigkeit, stationären Behandlungen würde vorgebeugt und weniger Menschen gingen in Frührente.

In der Studie werden die Kosten einer zusätzlichen Mehrbehandlung von Angsterkrankungen und depressiven Erkrankungen dem prognostizierten Nutzen gegenübergestellt. Der Nutzen hängt u. a. davon ab, wie viele Menschen sich psychotherapeutisch behandeln lassen. In Deutschland finden psychisch kranke Menschen jedoch nur schwer einen Behandlungsplatz bei einem niedergelassenen Psychotherapeuten. Die Wartezeit auf einen ersten Termin beträgt durchschnittlich mehr als drei Monate. Die Bundespsychotherapeutenkammer fordert deshalb seit Langem, mehr Psychotherapeuten zur gesetzlichen Krankenversicherung zuzulassen.

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