Krankenkasse TK 02. Juli 2009
TK-Gesundheitsreport 2009

Psychische Erkrankungen erreichen neuen Höchststand

Berufstätige erkranken immer häufiger an psychischen Störungen. Im Jahr 2006 summierten sich in einer Gruppe von 100 Berufstätigen die Fehltage wegen psychischer Krankheiten noch auf 126 Tage, im Jahr 2007 waren es schon 137 Tage. Innerhalb von zwei Jahren nahmen die Fehlzeiten aufgrund von psychischen Störungen um knapp 20 Prozent zu. Sie erreichen damit seit Beginn der Auswertungen im Jahr 2000 einen neuen Höchststand. Das sind die Ergebnisse des neuen "Gesundheitsreports 2009" der Techniker Krankenkasse (TK). Nach Berechnungen der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin kostete der Produktionsausfall durch psychische Störungen die Unternehmen rund 4,4 Milliarden Euro im Jahr 2007.

Psychischkranke Menschen sind überdurchschnittlich lange krank. Depressiv Erkrankte fallen beispielsweise fast zwei Monate aus. Häufig werden psychische Erkrankungen diagnostiziert, die infolge schwerer Belastungen entstehen (Anpassungsstörungen). Dies können einschneidende Lebensereignisse wie der Tod eines Angehörigen sein, aber auch dauerhafte Angst und Überforderung am Arbeitsplatz. Nach TK-Angaben gehören zu dieser Gruppe der psychisch Erkrankten auch immer häufiger Menschen, die unter chronischer Erschöpfung und Müdigkeit leiden ("Burnout-Syndrom"). Solche Patienten sind durchschnittlich einen Monat krankgeschrieben. Schließlich leiden viele Menschen auch an körperlichen Symptomen, für die sich aber keine körperlichen Ursachen finden lassen, z. B. wiederkehrende Übelkeit, Herzklopfen oder Kopf- und Gelenkschmerzen (somatoforme Störungen). Diese Patienten fallen im Schnitt über drei Wochen an ihrem Arbeitsplatz aus.

Fehltage je Krankheitsfall für die häufigsten psychischen Störungen (2008)

Diagnose

Fälle

Fehltage je Fall

Depression

30.432

49,9

Anpassungsstörungen

26.594

25,5

Somatoforme Störungen

13.637

23,4

Angststörungen

6.076

49,5

Psychische Störungen durch Alkohol

3.973

43,8

Schizophrenie

1.633

68,7

Anhaltende affektive Störungen

1.191

62,3

Bipolare affektive Störung

748

90,1

Persönlichkeitsstörungen z. B. Borderliner

963

106,8


Daten: TK-Gesundheitsreport 2009

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