BPtK 08. April 2016
Wie helfe ich meinem traumatisierten Kind?

BPtK veröffentlicht Ratgeber für Flüchtlingseltern in drei Sprachen

Viele Flüchtlingskinder haben in ihrer Heimat Krieg und Gewalt oder auf der Flucht schreckliche Ohnmacht und Ausgeliefertsein erlebt. Sie leiden oft noch lange an ihren traumatischen Erlebnissen und verhalten sich anders als die Eltern sie kennen. Rund jedes fünfte Flüchtlingskind leidet unter einer posttraumatischen Belastungsstörung.

Eltern wissen nicht immer, wie sie ihren psychisch belasteten oder erkrankten Kindern helfen können. Deshalb hat die Bundespsychotherapeutenkammer (BPtK) einen Ratgeber für Flüchtlingseltern veröffentlicht. Die BPtK informiert darüber, wie sich traumatisierte Kinder und Jugendliche je nach Alter verhalten können. Der Ratgeber zeigt an vielen konkreten Situationen, wie Eltern angemessen reagieren können. Er möchte den Eltern helfen, ihre Kinder besser zu verstehen. "Traumatisierte Kinder brauchen vor allem das Gefühl, sicher und aufgehoben zu sein", erklärt BPtK-Präsident Dr. Dietrich Munz. "Eltern können ihren Kindern entscheidend dabei helfen, die schrecklichen Erlebnisse besser zu verarbeiten. Verhält sich ein Kind oder Jugendlicher jedoch dauerhaft anders, sollte professionelle Hilfe gesucht werden."

Der Ratgeber liegt in Deutsch, Englisch und Arabisch vor. Er kann auf der Homepage der BPtK heruntergeladen werden: http://www.bptk.de/publikationen/bptk-infomaterial.html.

Downloads

Pressekontakt

Kay Funke-Kaiser

Pressesprecher

Telefon: 030 278785-21
E-Mail: presse[at]bptk.de