KopfgrafikKopfgrafikKopfgrafikKopfgrafikKopfgrafikSeite druckenSeite verschickenKontaktSucheImpressum

Psychotherapie > Themen von A - Z > Neue Versorgungsformen >

Neue Versorgungsformen

 

7. Beispiel 5: Regionales Psychiatriebudget im Kreis Steinburg

7.1

Vertragspartner

7.2

Zielgruppen
7.3 Ausgangspunkt
7.4 Zentrale Inhalte

 

7.1

Vertragspartner

Alle Krankenkassen einheitlich und gemeinsam haben mit der Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und psychosomatische Medizin des Klinikums Itzehoe und dem psychiatrischen Zentrum Glückstadt für den Kreis Steinburg ein regionales Psychiatriebudget als Modellprojekt vereinbart.

   

7.2

Zielgruppen

Zielgruppe sind die in den teilnehmenden Kliniken behandelten Patienten.

   

7.3

Ausgangspunkt

Mit dem regionalen Psychiatriebudget erhalten die beiden Kliniken die Möglichkeit, für die Laufzeit des Modellprojektes von fünf Jahren (2003 - 2007) nach eigener Entscheidung die Behandlung eines Patienten entweder vollstationär, teilstationär, ambulant oder zu Hause durchzuführen. Zwischen den Behandlungsarten kann beliebig gewechselt werden, da auf Überprüfungen des MDKs und die Regelungen der Psychiatriepersonalverordnung verzichtet wurde.

   

7.4

Zentrale Inhalte

Die Kliniken erhalten ein festgeschriebenes Budget und übernehmen dafür Budgetverantwortung. Die Berechnung des Budgets erfolgt auf der Basis der in 2002 behandelten 1.315 Patienten. Entscheidend ist damit die Anzahl der behandelten Patienten und nicht Art und Dauer der Behandlung. Die Anzahl der behandelten Patienten kann um +/- 6 % schwanken. In das Budget gehen die für die voll- und teilstationäre Behandlung vereinbarten Budgets sowie die von der Institutsambulanz 2002 erzielten Erlöse ein.

Das Budget steigt während der Laufzeit jährlich in Höhe der Grundlohnsumme.

Die Klinik entscheidet über vollstationäre, teilstationäre oder ambulante Behandlung. Überprüfungen des MDKs finden nicht statt. Die Psychiatriepersonalverordnung ist ausgesetzt. Nach 1 ½ Jahren Laufzeit ist es bereits jetzt zu grundlegenden Umstrukturierungen der Versorgung gekommen:

  • Der Anteil der ausschließlich stationär behandelten Patienten geht stark zurück.
  • Dagegen nimmt der Anteil der teilstationär und ambulant behandelten Patienten zu, ebenso wie der Anteil derjenigen Patienten, die in allen drei Behandlungssettings betreut werden.
  • Die Kliniken reduzieren ihre vollstationären Kapazitäten und bauen parallel ihr teilstationäres und ambulantes Behandlungsangebot aus.
  • Die Kliniken bilden Behandlungsteams, die sich spezialisieren z. B. auf die Behandlung von affektiven Störungen, Persönlichkeitsstörungen, psychotischen Störungen, älteren Patienten sowie auf Krisenintervention und Suchttherapie.

Das Modellprojekt wird evaluiert mit Blick auf drei Diagnosegruppen:

  • Psychische und Verhaltensstörungen durch Alkohol (ICD-10: F10),
  • Schizophrenie, schizotype und wahnhafte Störungen (ICD-10: F2),
  • Affektive Störungen (ICD-10: F3).

Die Evaluation führt die psychiatrische Universitätsklinik Leipzig durch.

Weitere Informationen können Sie der Homepage des Klinikums Itzehoe entnehmen.

   


nach oben | Seite drucken | Empfehlen | Kontakt | Suche | Impressum