BPtK 05. Oktober 2012
Stress am Arbeitsplatz führt zu Herzinfarkten

Meta-Analyse zeigt erhöhtes Herzinfarktrisiko durch berufliche Belastungen

Stress am Arbeitsplatz kann auf Dauer das Herz schädigen. In einer internationalen Meta-Analyse, die kürzlich in der medizinischen Fachzeitschrift „Lancet“ erschienen ist, wurden 13 europäische Kohortenstudien aus den Jahren 1985 bis 2006 zusammengefasst. Prof. Mika Kivimäki, University College London, untersuchte rund 200.000 Teilnehmer aus sieben europäischen Ländern über einen Zeitraum von durchschnittlich 7,5 Jahren. Damit ist es die größte Studie zu diesem Thema.

Psychosozialer Stress am Arbeitsplatz wurde anhand standardisierter Messinstrumente erhoben. 15 Prozent der Personen berichteten über beruflichen Stress, also die Kombination aus hohen Anforderungen und geringem Gestaltungsspielraum bei ihren Tätigkeitsabläufen, z. B. aufgrund von Zeitdruck. Diese Personen hatten eine 23 Prozent höhere Wahrscheinlichkeit, in den Jahren danach einen Herzinfarkt zu erleiden. Diese Ergebnisse zeigten sich, nachdem andere Faktoren wie Alter, Geschlecht, sozioökonomischer Status, Rauchen, Alkoholkonsum oder körperliche Aktivität einer Person statistisch ausgeschlossen wurden.

Insgesamt konnten drei bis vier Prozent aller Herzinfarkte auf berufliche Belastungen zurückgeführt werden. Der Einfluss von beruflichem Stress ist allerdings noch deutlich geringer als von Rauchen oder starkem Übergewicht.

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