1. April 2019

„Wie Sie uns vielleicht noch nicht kennen“

BPtK-Publikation: Acht Berufsporträts von Psychotherapeuten

Psychotherapeuten arbeiten häufig in ihrer eigenen Praxis, aber auch als Angestellte im Team mit anderen Behandlern zusammen. Sie behandeln Patienten mit vielen unterschiedlichen Erkrankungen, nicht nur Depressionen und Angststörungen, auch wenn diese besonders häufig sind. Zu Psychotherapeuten kommen Menschen, die etwas so sehr aus der Bahn geworfen hat, dass sie deshalb Hilfe benötigen. Häufig ist in der Öffentlichkeit das breite Spektrum an psychischen Erkrankungen gar nicht bekannt, bei denen Psychotherapeuten helfen können.

Die Bundespsychotherapeutenkammer (BPtK) stellt deshalb in acht Berufsporträts die Arbeit von Psychotherapeuten vor, wie sie viele vielleicht noch nicht kennen. Psychotherapeuten helfen Menschen mit dem Leben nach einem Schlaganfall, der so Vieles so gravierend verändert. Sie behandeln chronische Schmerzen zusammen mit Ärzten und Physiotherapeuten, weil es häufig mehr um psychische Veränderungen geht als um körperliche. Sie therapieren Menschen mit wahnhaften Überzeugungen und einem unkontrollierbaren Verlangen nach Alkohol. Sie sind für ihre Patienten da, auch wenn es dauert. Sie helfen Kindern, die von ihren Eltern vernachlässigt wurden und nicht bei ihnen bleiben konnten, auch ohne Vater und Mutter einen Halt im Leben zu finden. Sie unterstützen aber auch Familien bei eskalierenden Konflikten, damit es in Zukunft gar nicht mehr so weit kommt. Und manchmal helfen Psychotherapeuten auch Menschen, damit zurechtzukommen, dass ihr Leben bald zu Ende gehen wird, beispielsweise bei unheilbaren Krebserkrankungen.

Dabei sind Psychotherapeuten vor allem stolz auf ihre Patienten, denn sie leisten die entscheidende Arbeit. Psychotherapeuten können mit Rat und Tat zur Seite stehen und auch stützen, wenn es notwendig ist. Aber ihre Patienten müssen die Schritte machen, die sie wieder ins Leben zurückführen, und Psychotherapeuten wissen, wie schwer das ist. „Die Berufsporträts erlauben einen eindringlichen Blick in psychotherapeutische Behandlungen. Dabei berichten vor allem die Patienten, wie sie ihre Psychotherapie erlebt haben“, erläutert Dr. Dietrich Munz, Präsident der BPtK. „Ich wünsche mir, dass die Geschichten den Leser genauso berühren und gefangen nehmen wie mich. Es sind Berichte davon, wie das Leben trotz allem wieder gelingen kann.“

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