13. Januar 2020

Depressive Beschwerden in Deutschland besonders häufig

Ergebnisse des European Health Interview Survey

In Deutschland kommen depressive Beschwerden deutlich häufiger vor als im europäischen Durchschnitt. In Europa berichtet durchschnittlich einer von 15 Erwachsenen (6,6 %) zum Beispiel über eine niedergeschlagene Stimmung oder erhebliche Schwierigkeiten, sich zu Aktivitäten aufzuraffen. In Deutschland ist es aber von zehn Erwachsenen fast einer (9,2 %).

Das ist das Ergebnis des European Health Interview Survey (EHIS), bei dem rund 250.000 Erwachsene aus 25 EU-Staaten befragt wurden. Die Unterschiede sind bei jüngeren Menschen besonders groß: Deutschland 11,5 %, Europa 5,2 %. Bei Älteren sind depressive Symptome in Deutschland dagegen seltener: Deutschland 6,7 %, Europa 9,1 %.

„Wir müssen genauer wissen, weshalb junge Menschen bei uns deutlich häufiger von depressiven Symptomen berichten als im europäischen Vergleich“, stellt Dr. Dietrich Munz, Präsident der Bundespsychotherapeutenkammer, fest. „Klar ist aber jetzt schon, wir benötigen Präventionsangebote, die Jugendliche und junge Erwachsene besser erreichen.“

Nähere Informationen zu Depressionen und deren Behandlungsmöglichkeiten, sind auf der BPtK-Homepage zu finden: www.bptk.de/psychische-krankheiten.

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