28. Februar 2022

Psychische Erkrankungen bei Soldat*innen gestiegen

Grund: Auslandseinsätze der Bundeswehr in Afghanistan oder Mali

Bundeswehr-Soldat*innen kehren aus Auslandseinsätzen wie Afghanistan oder Mali immer häufiger psychisch krank zurück. Die Zahl der Soldat*innen, die nach einem Auslandseinsatz psychiatrisch untersucht wurden, stieg von rund 870 Personen im Jahr 2018 auf knapp 1.200 im Jahr 2021 an. Insgesamt waren 2021 rund 3.200 Soldat*innen bei Psychiater*innen oder Psychotherapeut*innen in Behandlung. 2018 waren es noch circa 2.200 Soldat*innen gewesen. Dies geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage hervor.

Die Zahlen zeigen, dass sich einsatzbedingte psychische Erkrankungen nicht kurzfristig therapieren lassen und eine Behandlung in der Regel Jahre dauert. Zu den häufigsten Diagnosen gehören Posttraumatische Belastungsstörungen, Anpassungsstörungen, Depressionen und Angststörungen. Neben den bundeswehreigenen Behandler*innen können Soldat*innen der Bundeswehr auch in Privatpraxen von Psychotherapeut*innen behandelt werden. Die Bundespsychotherapeutenkammer hat hierfür seit 2013 eine entsprechende Vereinbarung mit dem Bundesministerium der Verteidigung geschlossen

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