1. Juni 2021

Schüler*innen durch Corona-Pandemie stark belastet

Ergebnisse des DAK-Präventionsradars 2021

Kinder und Jugendliche in Deutschland sind durch die Corona-Pandemie und die damit verbundenen Kontaktbeschränkungen stark belastet und verlieren ihre Lebensfreude, wie der kürzlich veröffentlichte Präventionsradar 2021 der Krankenkasse DAK zeigt. In einer bundesweiten Umfrage an 90 Schulen gaben 58 Prozent aller Schüler*innen an, unglücklicher zu sein als vor dem Ausbruch der Pandemie. Im Schnitt ist die Lebenszufriedenheit um 21 Prozent gesunken, am stärksten bei Schulkindern aus den Jahrgangsstufen fünf und sechs (26 %). Emotionale Probleme haben im Vergleich zu vor der Coronakrise um rund ein Drittel zugenommen, wobei Mädchen besonders stark betroffen sind: Jede vierte Schülerin berichtete von depressiven Symptomen, Traurigkeit, sozialem Rückzug und geringem Selbstwertgefühl, im Vorjahr waren es noch 18 Prozent. Der beschränkte Schulalltag und Online-Unterricht wirkt sich dabei nicht positiv auf das Stresserleben von Kindern und Jugendlichen aus: 45 Prozent aller befragten Schüler*innen fühlten sich oft oder sehr oft gestresst, insbesondere Mädchen sowie ältere Schüler*innen der Jahrgangsstufen neun und zehn.

Die Studie führt auch die verringerte Möglichkeit zu körperlicher Bewegung als eine Erklärung für die psychische Belastung an: Der Anteil der Schüler*innen, die sich täglich 90 Minuten bewegen, ist im Vergleich zum Vorjahr um ein Fünftel gesunken. Mädchen waren seltener ausreichend körperlich aktiv (24 %) als Jungen (34 %).

Der DAK-Präventionsradar ist eine jährliche Befragung unter Schüler*innen, die das Kieler Institut für Therapie- und Gesundheitsforschung im Auftrag der Krankenkasse durchführt. Im Schuljahr 2020/21 wurden knapp 14.000 Schüler*innen der Jahrgangsstufen fünf bis zehn in 13 Bundesländern befragt. Schulen in Bayern, Hamburg und im Saarland nahmen nicht an der Studie teil.

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BPtK-Hintergrund "Corona-Pandemie und psychische Erkrankungen"

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BPtK-Wegweiser für psychisch kranke Menschen in der Coronakrise

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